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Anleihen

Sie werden oft Rentenpapiere oder Bonds genannt, haben aber weder etwas mit 007 noch mit der gesetzlichen Rente zu tun. Die Rede ist von Anleihen. Diese festverzinslichen Wertpapiere werden an der Börse gehandelt und zeichnen sich durch regelmäßige Zinszahlungen aus. Die irreführenden Bezeichnungen beruhen auf sprachlichen Unterschieden: Die englische Bezeichnung für Anleihen lautet Bonds, das Wort Renten stammt aus dem Französischen und wird mit „regelmäßigem Einkommen“ übersetzt.

Anleihen werden von Unternehmen oder Staaten ausgegeben (emittiert), um sich Geld an den Kapitalmärkten zu beschaffen, beispielsweise um Großprojekte zu finanzieren. Das Unternehmen oder der Staat ist bei diesem Kredit dann Schuldner, der Anleihe-Käufer ist Gläubiger. Es wird schriftlich festgehalten, wann der Schuldner seine Schulden zurückzahlt und wie viele Zinsen der Anleger für diese Geldleihe erhält. Diese Urkunden heißen Schuldverschreibungen oder auch Anleihen. 

Für wen ist diese Form der Geldanlage geeignet? Ganz allgemein lässt sich sagen, dass sie für Anleger attraktiv sein kann, die Chancen auf regelmäßige Erträge und Kursgewinne suchen. Risiken lauern hingegen in der Vielzahl verschiedener Anleihen: Es gibt zahlreiche Bonds auf dem Markt, von vermeintlich sehr sicheren deutschen Staatsanleihen bis zu riskanten Hochzinsanleihen. Wer sich mit Anleihen beschäftigt, sollte sie daher entsprechend umsichtig auswählen. Denn sollte der Emittent seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen können, erleidet der Anleger Verluste. Dieses Ausfallrisiko wird durch Ratingagenturen wie beispielsweise Standard & Poor’s, Moody's oder Fitch eingeschätzt. Deren fachliche Einordnung, das Rating, soll den Anlegern Orientierungshilfe bieten.