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Performance

Bei dem Begriff Performance werden manche an die Geschwindigkeit und Leistung von Autos oder Computern denken, andere vielleicht an künstlerische Darbietungen. Aber nicht nur im technischen oder kulturellen Bereich, sondern auch bei der Geldanlage spielt Performance eine Rolle. Sie zeigt an, wie sich der Wert einer Anlage über einen bestimmten Zeitraum entwickelt hat und wird üblicherweise als Prozentzahl angegeben. Performance ist entweder absolut, das heißt die Wertentwicklung eines Investments wird für sich betrachtet, oder relativ. In letzterem Fall wird diese Wertentwicklung einem Vergleichsmaßstab, einer sogenannten Benchmark, gegenübergestellt. Oft handelt es sich dabei um einen Index wie den DAX, um die Wertentwicklung im Vergleich zum Gesamtmarkt oder zu bestimmten Marktsegmenten wie zum Beispiel Branchen darzustellen.

Bei Investmentfonds ergibt sich die Performance aus der prozentualen Veränderung zwischen dem angelegten Vermögen zu Beginn und seinem Wert am Ende des Betrachtungszeitraums. Dabei wird meist die zeitgewichtete Methode des Bundesverbands Investment und Asset Management (BVI) verwendet. Sofern der Fonds Ausschüttungen vornimmt, werden diese rechnerisch unmittelbar wieder in neue Fondsanteile investiert und dadurch in die Berechnung aufgenommen. Somit ist die vergleichende Wertentwicklung zwischen einem Fonds, der laufende Erträge an die Anleger ausgibt (ausschüttend), und einem Fonds, der laufende Erträge wieder im Fondsvermögen anlegt (thesaurierend), möglich.

Für die Betrachtung ist zudem die Unterscheidung zwischen Brutto-Wertentwicklung und Netto-Wertentwicklung wichtig. Bei der Brutto-Berechnung fließen individuelle Kosten des Anlegers beispielsweise Depotgebühren oder Ausgabeaufschlag nicht in die Wertentwicklung ein. Hingegen werden bei der Netto-Berechnung alle auf Kundenebene anfallenden Kosten in die Performance einbezogen.