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Alarmstufe blau

Engagement

Das Wasser steht bis zum Hals

 

Jede Woche trainieren über 300 Kinder und Jugendliche in der DLRG Ortsgruppe Neuffen-Beuren. Doch nicht nur den Kindern im Schwimmbecken, sondern der ganzen Schwimmhalle steht das Wasser bis zum Hals. Für den Erhalt der Halle ist eine Komplettsanierung notwendig.

Auf der einen Seite die sanierungsbedürftige Kleinschwimmhalle. Auf der anderen die schwache Haushaltslage der umliegenden Gemeinden. Die Bäderschließungswelle könnte auch Beuren mitreißen. Und das, obwohl die Schwimmhalle das einzige ganzjährig nutzbare Schwimmbad im Neuffener Tal ist. Alle umliegenden Schulen und Vereine schwimmen in Beuren. So auch die DRLG (Deutsche Lebensrettungsgesellschaft) Ortsgruppe Neuffen-Beuren. Über 300 Kinder, Jugendliche und Erwachsene lernen von rund 40 ehrenamtlichen Trainern. „Schwimmen ist eines unserer wichtigsten Kulturgüter. Die Kinder lernen im Training viel über ihren eigenen Körper und verlieren die Angst vor Wasser“, sagt DLRG-Trainer Tim. „Den Jüngeren bringen wir sicheres Schwimmen bei und den Rettungsschwimmern, anderen zu helfen.“


Seit Wochen versuchen die DLRGler deshalb die Kleinschwimmhalle zu retten. Diese befindet sich immer noch im Ursprungszustand von 1971. Die Betonfassade bröckelt, Rohrbrüche oder Ausfälle von Maschinen wie Wasserpumpen sind jederzeit möglich. Der kleinste Defekt könnte zur Schließung des Bades führen. Die Komplettsanierung würde 4 Millionen Euro kosten.  

Doch die Schwimmer kämpfen unermüdlich für ihr zweites Zuhause. Egal ob mit Petitionen, Bewerbungen um Fördergelder oder der Gründung eines eigenen Fördervereins. Zur Unterstützung des „Fördervereins Schwimmhalle Neuffener Tal“ hat die DLRG ein Projekt auf der Spendenplattform www.gut-fuer-den-landkreis-esslingen.de angelegt. Das Ziel des am 8. November 2019 gegründeten Fördervereins: auf Landesebene endlich gehört zu werden. Denn bisher hat Beuren noch keinen Zuschlag für Fördergelder erhalten.


Um vorab möglichst viele Spenden zu sammeln, wanderten die DLRGler bei der diesjährigen Spendenwanderung für ihr Projekt – mitsamt Bollerwagen. Dieser beeindruckte auch andere Wanderer. Der Erfolg kann sich sehen lassen: Für das Projekt zur Rettung der Kleinschwimmhalle wurden die meisten Spenden gesammelt – 406 Wanderer erliefen eine Spendensumme in Höhe von 3.629,40 Euro. Das Kämpfen zahlt sich aus. Auch die Resonanz für den Förderverein ist groß. Dieser zählt bereits 300 Mitglieder. Alle wollen die Kleinschwimmhalle retten – treu nach dem Motto „Neuffener Tal, lass den Kopf über Wasser!“

 

Mehr über das Projekt erfahren Sie hier.