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Forschungsstation Randecker Maar

Engagement

Dem Geheimnis der Insektenwanderung auf der Spur

Das Naturschutzgebiet Randecker Maar ist seit vielen Jahrzehnten eine wahre Fundgrube für Forscher. Der ehemalige Vulkanschlot am Trauf der Schwäbischen Alb ist nicht nur durch zahlreiche Fossilfunde bekannt geworden, sondern hat durch seine besondere geographische Lage insbesondere für den Vogelzug überregionale Bedeutung. Die südlich des Nationalen Geotops eingerichtete Forschungsstation Randecker Maar erfasst bereits seit 1970 planmäßig Insekten und Zugvögel, die im Herbst durch das Nadelöhr der Zipfelbachschlucht auf die Albhochfläche nach Süden strömen, um ihre Überwinterungsgebiete zu erreichen. Nun wollen die Wissenschaftler dieser Forschungseinrichtung die aus den Daten von Millionen Insekten und Vögeln gewonnenen Erkenntnisse aufbereiten, um die Ursachen der Populationsschwankungen und vor allem die Veränderungen bei den Insekten deuten zu können.

„Als einzige Station in Mitteleuropa erfassen wir am Randecker Maar seit 50 Jahren neben Vögeln auch ziehende Schmetterlinge und andere Wanderinsekten. Leider sind mangels finanzieller Mittel bisher alle bisherigen Versuche gescheitert, vor die derzeit in zirka 250 Ordnern lagernden Daten zu Populationsschwankungen und Wanderungen von Insekten über EDV einer Auswertung zugänglich zu machen. Nur eine gemeinsame Auswertung der Daten von Insekten und Vögeln wird uns weiterbringen“, erklärt Ornithologe Dr. h. c. Wulf Gatter. Rund 500 bisherige Beobachter und Biologen hoffen nun, gemeinsam dem Geheimnis der Insektenwanderung und dem Wandel der beteiligten Arten auf die Spur zu kommen. Unsere Stiftung Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen unterstützt das groß angelegte Forschungsprojekt mit einer Spende in Höhe von 2.500 Euro. Marcus Wittkamp, Geschäftsführer der Stiftung Kreissparkasse, und Peter Heckl, Bereichsleiter Geschäftskunden unserer Kreissparkasse, überreichten den Scheck an Dr. h. c. Wulf Gatter und den derzeitigen örtlichen Stationsleiter Aron Roßmanith. „Vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion um das Insektensterben und möglicher Folgen gewinnt dieses Forschungsprojekt noch an Aktualität“, betonte Heckl.

Peter Heckl (links) und Marcus Wittkamp (rechts) überreichten den Scheck der Stiftung Kreissparkasse an Dr. h. c. Wulf Gatter (2. v. l.) und den derzeitigen örtlichen Stationsleiter Aron Roßmanith von der Forschungsstation Randecker Maar.