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Gegen Gewalt an Frauen

Engagement

Stiftung Kreissparkasse spendet 4.000 Euro

Unsere Stiftung Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen fördert erneut zwei Esslinger Vereine, deren Aktivitäten ohne den Einsatz Ehrenamtlicher nicht denkbar wäre und die ihre sozialen Aufgaben teilweise nur mit Hilfe von Spenden oder Zuschüssen erfüllen können. Felix von Heißen, Leiter Privatkunden Esslingen, überreichte einen Scheck in Höhe von 4.000 Euro an die Vertreterinnen von „Wildwasser Esslingen e.V.“ und „Frauen helfen Frauen Esslingen e.V.“.

Der Verein „Wildwasser Esslingen“ wendet sich mit seiner Fachberatungsstelle und einem professionellen Hilfeangebot an Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die sexuelle Gewalt erlebt haben. Der seit 1991 bestehende Verein verfügt über ein breites Netzwerk zu Opferschutzanwälten, zur Trauma-Ambulanz, den psychologischen Beratungsstellen, der Kriminalpolizei, sensibilisierten Gynäkologen, dem Klinikum Esslingen und weiteren Einrichtungen. Wie „Wildwasser“- Fundraising-Beauftragte Isabelle Schall und Dorothea Müller (Vorstand) berichteten, legt der Verein aktuell einen starken Fokus auf Schulungen etwa für Erzieherinnen. „Monatlich erhalten wir dazu mehrere Anfragen“, sagte Schall. 

Seit 1982 engagiert sich der Verein „Frauen helfen Frauen Esslingen“ gegen Gewalt an Frauen und Kindern. Mit dem Frauenhaus Esslingen bietet die Organisation den Betroffenen Schutz und eine sichere Unterkunft, wo sie eine neue Perspektive für ihr eigenes Leben entwickeln können. In seiner Esslinger Beratungsstelle fasst der Verein darüber hinaus ein umfangreiches Beratungs- und Unterstützungsangebot für Frauen zusammen, die in ihren Beziehungen häusliche Gewalt erleben oder erlebt haben. Bewährt hat sich dabei nach Ansicht von Heike Liekam und Sarah Seibold der ganzheitliche Ansatz des Vereins, der die Kinder betroffener Frauen in die Betreuung einbindet. „Durch die erlebte Gewalt sind die Kinder oftmals hoch belastet bis hin zu traumatisiert“, erklärt Sarah Seibold. Zum Unterstützungsangebot gehören deshalb zum Beispiel Kindergruppen, Aktionen in den Ferien wie Mädchenfreizeiten oder Kinderzimmerübernachtungen sowie ein spezielles Nachsorgeprojekt für die Zeit nach dem Auszug aus dem Frauenhaus.

Mit Sorge betrachten beide Vereinsvertreterinnen die Entwicklung bei Smartphone-Apps. „Durch sogenannte Spy-Apps können Ex-Partner unbemerkt den Standort der Frau herausfinden. Dies bedeutet für unsere Arbeit, dass wir verstärkt auf diese Gefahren hinweisen und achten müssen, um den Schutz für die Frauen und ihre Kinder gewährleisten zu können“, verdeutlicht Heike Liekam.