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Zinslos glücklich

KSK Inside

Wertpapier-Aktionstag


Mehr als 150 unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben sich am ersten WP-Aktionstag bei uns im Haus den Vortrag von Frau Dr. Widmann, Volkswirtin der DekaBank, angehört. Anschließend informierten sich die Kollegen an den Marktständen zu den unterschiedlichen Wertpapierthemen. Für Sie haben wir die wichtigsten Fragen und Antworten zusammengefasst:

Warum sind die Deutschen "Wertpapier-Muffel" und andere Länder deutlich aufgeschlossener gegenüber Wertpapierthemen?

Rund um die Jahrtausendwende besaßen 12,85 Millionen Deutsche Aktien oder Aktienfonds. Heutzutage sind es deutlich weniger. Die schlechten Erfahrungen, die sie mit dem Platzen der Dot Com-Blase im März 2000 gemacht haben, halten bis heute viele Anleger von weiteren Börseninvestments ab. Stattdessen sind Sparprodukte beliebt, die kaum Rendite abwerfen. Laut der Deutschen Bundesbank verfügten die Deutschen zum Ende des ersten Quartal 2018 über ein Geldvermögen von 5,9 Billionen Euro. Fast 40 Prozent davon liegen auf gering verzinsten Giro- und Sparkonten. In der Schweiz oder in den Niederlanden dagegen setzen deutlich mehr Anleger auch auf Aktien. Langfristig ist das die bessere Strategie, wenn man bedenkt, dass der Deutsche Aktienindex DAX heute 13 Mal so viel wert ist, wie bei seiner Auflegung vor 30 Jahren. Solche Renditen hat es auch in Hochzinsphasen mit herkömmlichen Anlagen nicht gegeben.

Wie lange wird die EZB noch die Nullzinspolitik durchhalten?

Zumindest wagt die Europäische Zentralbank (EZB) derzeit mit der Reduktion der monatlichen Anleihekäufe ihre ersten Schritte aus der ultra-lockeren Geldpolitik. Wenn alles nach Plan läuft, die Inflationsraten weiterhin langsam steigen und keine schwere Krise eintritt, dürfte die EZB im Herbst 2019 erstmals den derzeit negativen Einlagensatz anheben. Den bekannteren Leitzins „Hauptrefinanzierungssatz“, der derzeit bei null liegt, wird sie unseren Prognosen zufolge im Frühjahr 2020 erstmals nach oben nehmen. Aber selbst mit der geldpolitischen Normalisierung sind Sparzinsen von 3 Prozent bis Mitte der zwanziger Jahre sehr unwahrscheinlich. Und selbst wenn in vier Jahren die Zinsen bei 2 Prozent stehen, bleibt nach Abzug der Inflationsrate von 2 Prozent gerade einmal der Kaufkrafterhalt übrig.

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