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Frischer Wind mit MINT

Unter dem Motto „Frischer Wind mit MINT“ hatte die Bildungsstiftung der Kreissparkasse für den Landkreis Esslingen zum Bildungswettbewerb 2017/2018 aufgerufen. Die Jury zeichnete beim feierlichen Finale im Esslinger Landratsamt 18 Projekte mit einem Preisgeld von insgesamt 60.000 Euro aus und vergab gleich fünfmal die höchste Wertung „Besonders Preiswürdig“. Der Vorstandsvorsitzende der Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen, Burkhard Wittmacher, wies darauf hin, dass die Aus- und Fortbildung in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik, kurz „MINT“, für den Landkreis Esslingen als Bildungs- und Wirtschaftsstandort bedeutsam sei.

Mit dem Wettbewerbsmotto hatte die Bildungsstiftung der Kreissparkasse ein Thema von gesellschaftlicher Relevanz aufgegriffen. Einschlägige Studien sowie Unternehmen sehen gerade bei den MINT-Gebieten einen erhöhten Nachholbedarf und fordern deshalb eine frühzeitige, umfassende und kontinuierliche Förderung insbesondere junger Menschen. Burkhard Wittmacher sprach in diesem Zusammenhang von „wesentlichen Kernkompetenzen“, die es zu erwerben gelte. Wer sich darüber hinaus permanent Wissen aneigne und gut ausgebildet sei, wahre seine Chancen, um an der Entwicklung und am Wohlstand unserer Gesellschaft teilzuhaben, betonte Wittmacher und verdeutlichte einen weiteren Aspekt: „Wer als gebildeter Mensch an der Gemeinschaft partizipieren kann, trägt auch dazu bei, unsere Gesellschaft zu stabilisieren. Mit anderen Worten: Bildung macht unsere Gesellschaft stark“, erklärte der stellvertretende Vorsitzende der Bildungsstiftung.

Den von SWR4-Redakteurin Martina Klein moderierten Abend umrahmten die junge Harfenistin Matilda Golding und ihr Akkordeon spielender Bruder Nepomuk Golding. Dr. Günter Klein, Direktor des Landesinstituts für Schulentwicklung, und Ministerialdirigent Klaus Lorenz vom Ministerium für Kultus, Jugend und Sport des Landes Baden-Württemberg, stellten die für den siebten Bildungswettbewerb eingereichten Projekte vor. Die Projektbewertung erfolgte aufgrund einer Punkteskala mit zwölf Kriterien. Wegen des „extrem breiten Spektrums“ sei es nicht einfach gewesen, ein gerechtes Ranking zu erzielen, erklärte Klaus Lorenz. Dennoch sei sich die Jury „sehr schnell einig gewesen“, berichtete Dr. Klein. Preisgelder vergab die Jury in den Kategorien  Allgemeinbildende Schulen, Berufliche Schulen, Sonder- und Förderschulen, Hochschulen und Sonstige Bildungseinrichtungen. Mit dem Prädikat „Besonders Preiswürdig“ und damit einem Preisgeld von jeweils 5.000 Euro bedachte die Jury folgende fünf Wettbewerbsbeiträge:

  • Phänomene erleben – Schüler erstellen Experimentierkisten (Anne-Frank Schule Wendlingen)
  • Familien-Matheabend, Experimentiertag, Lernstraßen (Breitwiesenschule Hochdorf)
  • mint night – Wissenschaft bis Mitternacht (Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium Filderstadt)
  • Wer erzieht hier wen? Naturphänomene Lernen auf Augenhöhe (Fritz-Ruoff-Schule Nürtingen)
  • MINT beginnt bereits im Kindergarten (Kindertagesstätte Am See Großbettlingen)

Nähere Infos zu den Projekten finden Sie hier.

Weitere zehn Bildungsprojekte erhielten die Auszeichnung „Preiswürdig“ und ein Preisgeld von jeweils 3.000 Euro. Eine mit je 1.000 Euro verbundene „Anerkennung“ gab es für drei Projekte. Der erstmals 2008 ausgerichtete Bildungswettbewerb der Kreissparkassen-Bildungsstiftung gehört zu den am höchsten dotierten Bildungswettbewerben in Deutschland.

Eckdaten - Bildungsförderung überall

Bildung hat viele Gesichter. Sie reicht von der Vorschulerziehung bis hin zum „lebenslangen Lernen“, sie umfasst schulische und außerschulische Institutionen, sie betrifft alle Alters- und Bevölkerungsgruppen und wirkt hinein in viele verschiedene Bereiche. Unser Bildungswettbewerb für den Landkreis Esslingen trägt dieser Vielfalt Rechnung: Er ist für alle Arten von Bildungseinrichtungen offen. Der Wettbewerb richtet sich an:

  • Allgemeinbildende Schulen
  • Berufliche Schulen
  • Sonder- und Förderschulen
  • Hochschulen
  • Sonstige Bildungseinrichtungen

Viele gute Ideen aus einer Ideenschmiede besitzen auch ebenso viele gute Chancen: Von einer Bildungseinrichtung können mehrere Wettbewerbsbeiträge eingereicht werden!

Patenschaften

Bildung heißt lernen – und lehren. Der Bildungswettbewerb fördert daher Projekte und Maßnahmen, die die Lehre verbessern und dazu führen, die soziale, methodische und kognitive Kompetenz bei Schülern und Studierenden zu erhöhen – Schlüsselqualifikationen für die Herausforderungen der Zukunft. Förderungswürdige Projekte führen darüber hinaus zu einer Vergrößerung des (Fach-) Wissens, einer Mehrung der Kenntnisse und Fertigkeiten, die für eine volle Teilhabe an der Wissensgesellschaft unerlässlich sind, einer Verbesserung der Bildungschancen sowie einer Steigerung der Arbeitsmarktfähigkeit bei Schülern und Studierenden. Oder sie stärken die Kompetenz der Bildungseinrichtungen bei der Vermittlung dieser Qualifikationen deutlich.

Das Stichwort „Arbeitsmarktfähigkeit“ zeigt es an: Bildung und Bildungsförderung können nur dann erfolgreich sein, wenn sie den Elfenbeinturm verlassen und sich konsequent an den Anforderungen einer sich ständig wandelnden gesellschaftlichen Realität orientieren. Es kommt deshalb in Zukunft mehr denn je darauf an, dass der Bildungssektor auf der Basis einer übergreifenden sozialen Vernetzung operiert. Eine erneuerte Bildung braucht Kooperation. Das Konzept des Bildungswettbewerbs legt daher großen Wert auf die Errichtung solider Brücken zu den entscheidenden gesellschaftlichen Kräften im Kreis. Ein Garant für das Gelingen dieses Zusammenschlusses sind Kreissparkasse und Landkreis als starke Träger der Bildungsstiftung.

Zahlreiche Unternehmen dokumentieren das große Interesse der regionalen Wirtschaft am Thema Bildung durch die Übernahme von Patenschaften für den Bildungswettbewerb.

 Marcus Wittkamp

Marcus Wittkamp