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Duelle im Rollstuhl

Stiftung Kreissparkasse fördert Inklusionsprojekt mit 5.000 Euro


Säbel, Degen, Florett – Rollstuhlfechten zählt nicht zu den populären Spitzen- und Breitensportarten. Dabei wird dieser athletisch-attraktive „combat sport“ im Landkreis Esslingen bereits seit den 1990er Jahren als inklusive paralympische Sportart in den Fußgänger-Fechtabteilungen betrieben. Die Stiftung Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen fördert mit 5.000 Euro ein Fechtprojekt des Olympiastützpunkts Stuttgart: Über die sozialen Strukturen des Vereinssports im Landkreis Esslingen soll die Öffentlichkeit für den Umgang mit behinderten Menschen sensibilisiert werden.

Während eines Trainingsabends der Fechtabteilung des SV 1845 Esslingen überzeugte sich Kreissparkassen-Vorstandsmitglied Frank Dierolf in der Neckarsporthalle vom Fortschritt des Inklusionsprojekts. „Mithilfe professioneller Fechtrollstühle können auch Sportler ohne Handicap während des Trainings das Rollstuhlfechten authentisch erleben. Menschen mit und ohne Behinderung treffen somit auf Augenhöhe in sportlich-fairem Wettkampf aufeinander und können die sportliche Leistung des jeweils anderen anerkennen. Das ist gelebte Integration“, sagte Dierolf.

 „Die Fechtsportler unterstützen wir aktuell insbesondere durch eine individuelle und langfristige  Laufbahnberatung für Schule und Studium. Darüber hinaus soll die Trainings- und Wettkampfgeräte-Ausstattung durch professionelle Fechtrollstühle und Fechtgestelle optimiert werden“, sagte Olympiastützpunkt-Laufbahnberater Herbert Wursthorn. Als Dienstleistungszentrum für den Hochleistungssport betreut der Olympiastützpunkt auf Grundlage eines umfassenden Athleten-, Trainings- und Gesundheitsmanagements  Sportlerinnen und Sportler mit und ohne Handicap in verschiedensten Sportarten.

Welche speziellen Anforderungen an einen professionellen Fechtrollstuhl gestellt werden, erläuterte Ira Ziegler. Die Fechttrainerin beim SV 1845 Esslingen kündigte an, dass ihr Verein die Integrationsbemühungen im Fechtsport verstärken werde. Anschließend demonstrierte Rollstuhlfechter und WM-Teilnehmer Felix Schrader während eines Schaukampfs den praktischen Einsatz des Sportgeräts.